In diesen Tagen wird sich der eine oder andere österreichische Haushalt unangenehmen Themen widmen müssen. Denn Mann und/oder Sohnemann werden im Familienrat erklären müssen, woher denn derart unzüchtige und unchristliche Inhalte auf den Festplatten in harmlos benannten Verzeichnissen zwischen Urlaubsbildern und und persönlichen Dokumenten kommen. Für die Beteiligten schon schlimm genug, wird das um so ärgerlicher, denn der Diskussion schließt sich eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung an.
Zurück im echten Leben wird in den Wiener U-Bahnen zwar wesentlich weniger kopuliert, dafür aber mindestens genauso viel gefilmt. Und eben jene Aufnahmen geben Anlass zur Sorge, denn natürlich missbraucht und natürlich schießt man weit über das Ziel hinaus.
Zwei Fälle, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben und doch geht es in beiden Fällen, die innerhalb von zwei Tagen publik wurden um eklatanten Datenmissbrauch unter Umgehung gesetzlicher Grundlagen. Denn offenbart wird in beiden Fällen nur eines: Gesetze und Recht gilt nur solange, wie sie zum eigenen Nutzen dienen, erhofft man sich einen Vorteil, werden gesetzliche Beschränkungen eben umgangen. So geschehen im Rechtsstaat Österreich.
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